02 · Kasse

Unterhalt und Auslagen, fair geteilt

Die Düsseldorfer Tabelle 2026 ist eingebaut, ebenso die österreichische Prozentsatzmethode und die Schweizer Mankoteilung. Auslagen landen im Saldo, nicht in WhatsApp.

Was macht eine gemeinsame Kasse für getrennte Eltern?

Eine gemeinsame Kasse führt alles Geldrelevante rund um das Kind an einer Stelle: den laufenden Kindesunterhalt, geteilte Auslagen wie Klassenfahrten oder Arztrechnungen und den daraus entstehenden Saldo zwischen beiden Haushalten. In Elterntakt kommt dazu, dass beide Elternteile dieselbe Berechnung sehen — inklusive der Eingabewerte, aus denen sie entstanden ist.

Deutschland
Düsseldorfer Tabelle 2026 mit Altersstufen und Kindergeld-Abzug
Österreich
Prozentsatzmethode mit Geschwisterabzug und Luxusgrenze
Schweiz
Zweistufig-konkrete Methode nach BGE 147 III 265, kantonale Existenzminima
Ergebnis
Ein Monatssaldo, nachvollziehbar bis zum einzelnen Beleg

Was die Kasse kann

  • Drei Rechtsordnungen, drei Rechenwege

    Kindesunterhalt wird in DACH nach völlig unterschiedlicher Logik bestimmt. Elterntakt bildet alle drei ab: die Düsseldorfer Tabelle mit Einkommensstufen und Altersgruppen für Deutschland, die Prozentsatzmethode mit Geschwisterabzug für Österreich, die zweistufig-konkrete Methode nach BGE 147 III 265 mit kantonalen Existenzminima für die Schweiz. Du wählst das Land einmal, danach rechnet die App im richtigen System.

  • Beide sehen dieselbe Rechnung

    Die häufigste Eskalation beim Unterhalt entsteht nicht durch den Betrag, sondern durch zwei Rechnungen, die niemand vergleichen kann. In der gemeinsamen Kasse sind Eingabewerte und Ergebnis für beide Elternteile sichtbar. Wer eine Zahl anzweifelt, sieht sofort, welcher Eingabewert dahintersteht.

  • Auslagen anteilig statt pauschal

    Klassenfahrt, Zahnspange, Winterschuhe, Vereinsbeitrag: Beleg fotografieren, Anteil festlegen, fertig. Elterntakt bucht den Betrag auf den laufenden Saldo. Der Anteil kann pro Ausgabe abweichen — 50/50 bei Alltäglichem, einkommensabhängig bei Sonderbedarf.

  • Ein Monatssaldo statt einer Screenshot-Sammlung

    Am Monatsende steht eine Zahl: wer schuldet wem wie viel. Der Saldo lässt sich bis zum einzelnen Beleg aufklappen, sodass niemand auf Zuruf vertrauen muss. Als PDF exportiert taugt er zugleich als Nachweis gegenüber Dritten.

  • Sonderbedarf und Mehrbedarf getrennt geführt

    Nicht jede Ausgabe ist vom Tabellenunterhalt gedeckt. Kieferorthopädie, Nachhilfe oder ein Instrument laufen als Sonder- oder Mehrbedarf in einer eigenen Kategorie — mit eigener Quote und eigenem Nachweis, falls die Aufteilung später begründet werden muss.

  • Gerichts-Export als Premium-Add-on

    Alle Berechnungen und Belege lassen sich chronologisch als PDF exportieren — für Mediation, Kanzlei oder Familiengericht. Das Add-on kostet 5 € im Monat zusätzlich zum Standard-Tarif und setzt diesen voraus.

Drei Situationen, in denen es sich zeigt

Die Zahnspange kostet 1.800 Euro

Kieferorthopädische Behandlung, die Kasse übernimmt einen Teil, der Rest ist Sonderbedarf.

Ohne gemeinsames System Rechnung per Foto verschicken, über die Quote diskutieren, sechs Wochen später weiß niemand mehr, was vereinbart war.

Mit Elterntakt Beleg in die Kategorie Sonderbedarf, Quote nach Einkommensverhältnis, Betrag steht im Saldo — mit Beleg dahinter.

Das Einkommen hat sich geändert

Ein Elternteil wechselt die Stelle, das Nettoeinkommen steigt um 400 Euro.

Ohne gemeinsames System Neu rechnen mit einer Online-Tabelle, Ergebnis per Nachricht schicken, Rückfrage, welche Stufe gemeint war.

Mit Elterntakt Neuen Wert eintragen. Beide sehen die neue Stufe, den neuen Tabellenbetrag und den Zahlbetrag nach Kindergeld-Abzug.

Es geht doch vor Gericht

Nach zwei Jahren Absprachen steht ein Verfahren an, die Kanzlei bittet um Belege.

Ohne gemeinsames System Kontoauszüge durchsuchen, Chatverläufe exportieren, Belege aus drei Jahren zusammensuchen.

Mit Elterntakt Chronologischer PDF-Export aller Berechnungen und Auslagen, direkt aus der App.

Fragen zur Kasse

Rechnet die Kasse den Unterhalt rechtsverbindlich aus? +
Nein. Die Rechner sind Orientierungshilfen und keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Veröffentlichungen des Bundesministeriums der Justiz und des OLG Düsseldorf; für den Einzelfall ist eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt für Familienrecht zuständig. Die vollständige Tabelle mit allen Stufen findest du auf unserer Seite zur Düsseldorfer Tabelle 2026.
Wie wird das Kindergeld berücksichtigt? +
Im Residenzmodell wird das halbe Kindergeld vom Tabellenbetrag abgezogen; daraus ergibt sich der Zahlbetrag. Elterntakt macht diesen Schritt sichtbar, statt nur das Endergebnis zu zeigen. Im Wechselmodell ist die Anrechnung komplexer und einzelfallabhängig.
Funktioniert die Kasse auch im Wechselmodell? +
Ja. Im paritätischen Wechselmodell greift nicht die Düsseldorfer Tabelle, sondern eine Differenzberechnung zwischen beiden Einkommen. Dafür gibt es einen eigenen Wechselmodell-Rechner; die Auslagenteilung im Saldo funktioniert unabhängig vom Modell.
Was ist der Unterschied zwischen Sonderbedarf und Mehrbedarf? +
Sonderbedarf ist ein unvorhersehbarer, einmalig hoher Bedarf, etwa eine kieferorthopädische Behandlung. Mehrbedarf ist regelmäßig und absehbar, etwa Kita-Beiträge oder Nachhilfe. Beide laufen in Elterntakt in eigenen Kategorien mit eigener Quote, weil sie rechtlich unterschiedlich behandelt werden.
Sieht der andere Elternteil mein Einkommen? +
Nur wenn du es einträgst. Für die Berechnung ist der Wert nötig, und Transparenz ist hier der Zweck — beide sollen dieselbe Grundlage sehen. Was du nicht einträgst, kann die App auch nicht anzeigen.
Kann ich die Auslagen exportieren? +
Ja. Der Monatssaldo lässt sich als PDF exportieren, die Ausgabenliste als CSV. Der vollständige chronologische Export inklusive aller Belege ist Teil des Premium-Add-ons für 5 € im Monat.

Eine Zahl am Monatsende

Unterhalt nach eurem Landesrecht, Auslagen anteilig, Saldo nachvollziehbar bis zum Beleg.